Woraus bestehen Stoffe? Wie werden verschiedene Stoffe hergestellt? Welche Länder hat unsere Kleidung schon bereist, bevor wir sie anziehen? Was waren Kleidungen von damals und haben bestimmte Berufsgruppen besondere Kleidung? Wer ist alles an der Kleidungsproduktion beteiligt? Wie können wir gut mit unserer Kleidung umgehen? Was war der wichtigste Kleidungstausch der Geschichte?

Mit all diesen Fragen starteten wir in die Projektwoche 2026. Die Kinder waren zunächst aufgeteilt in verschiedene Gruppen, bei denen sie über die einzelnen Themenbereiche Wissen erwarben. Dabei konnten sie verschiedene Stoffe erkunden, Uniformen untersuchen, neue Stoffe aus Alge oder Baumrinde testen und eine kleine Weltreise machen. Denn sie erfuhren auch über die Herstellungsbedigungen von Kleidung, die teils durch Kinderhände am anderen Ende der Welt produziert wird oder den hohen Wasserverbrauch, der z.B. nötig ist, um Jeans herzustellen. Manche Kinder waren sichtlich über diese Informationen schockiert und machten sich nun Gedanken darüber, was sie dazu beitragen können, um Kleidung nachhaltiger zu machen. Eine besonders spannende Frage war die des wichtigsten Kleidertauschs der Welt. Hier entdeckten die Kinder, dass Jesus durch seinen Tod am Kreuz ihr durch Schuld dreckig gewordenes Gewand eintauschte gegen einen Mantel der Gerechtigkeit, mit dem sie dann freien Zugang zum Thronsaal Gottes haben, wenn sie diesen Mantel anziehen. Auch dachten wir über viele andere Stellen in der Bibel nach, wo Kleidung eine wichtige Rolle spielt.

In der dritten und vierten Stunde hatten die Kinder dann die Möglichkeit, praktische Erfahrungen mit Stoffen, Nähmaschinen und Upcycling zu machen. So wurden auf sehr kreative Art und Weise alte Stoffe wiederverwendet. Es entstanden beispielsweise aus alten Tshirts Neue mit Aufdrucken oder Applikationen, Webfiguren oder Umhängebeutel, aus alten Jeans Taschen, aus alten Handtüchern Kulturbeutel, Sockentiere, selbstgebastelte Puppenhäuser und vieles mehr. Die Kinder waren mit einer großen Begeisterung bei der Sache und einige Kinder entdeckten ganz neue Gaben, wie z.B. das Nähen mit der Nähmaschine. Dies alles war möglich, da uns so viele Eltern tatkräftigt unterstützen. Dafür bedanken wir uns an dieser Stelle ganz herzlich! Ohne diese Hilfe wäre diese Woche nicht so erfolgreich geworden.

Am Ende der Woche haben die Kinder sowohl im theoretischen Wissen als auch in den praktischen Fähigkeiten viele neue Perspektiven gewinnen können und werden sich hoffentlich auch in der Zukunft immer wieder an diese Punkte erinnern.

_fotos by FCS DN