Wenn es eine Geschichte gibt, die das Potenzial hat, die ganze Welt zu verändern, würden wir sie dann nicht unbedingt lesen wollen?

Tatsächlich gibt es diese Geschichte. Sie wurde aufgeschrieben in einem Zeitraum von über 1000 Jahren, von über 40 Autoren, die sich größtenteils nicht gegenseitig kannten und dennoch einen roten Faden hat.

Genau um diese Geschichte ging es in unserem diesjährigen Ostergottesdienst. Die Drittklässler nahmen uns mit hinein und machten uns durch ein Anspiel und verschiedene Lieder deutlich, dass die Ostergeschichte nicht nur für sich alleine steht, sondern eigentlich schon viel früher beginnt, in einem wunderschönen Garten.

Dieser Garten war eigentlich dafür gemacht, damit Gott einen Ort hatte, wo er Gemeinschaft mit seinen Geschöpfen, den Menschen, haben konnte. Doch leider entschieden sich die Menschen gegen diese Gemeinschaft. Daraufhin musste Gott die Menschen aus dem Garten rauswerfen, da sie so nicht mehr zu ihm in den Garten passten. Aber er liebte sie so sehr, dass er nicht immer von ihnen getrennt sein wollte, weshalb er ihnen schon dort einen Retter versprach, der die Trennung zwischen den Menschen und Gott überwinden würde. Allerdings dauerte es noch eingie Jahrhunderte, bis dieser Retter kommen sollte. Während sich die Menschen oder inzwischen sogar das entstandene Volk Gottes immer mehr von ihm entfernte und eigentlich nur dann zu Gott zurückkehrte, wenn es in großer Not war, machte Gott durch verschiedene Könige und Propheten immer deutlicher, wie dieser Retter aussah und was er tun würde, um das Volk endgültig zu retten. Denn Gott wollte unbedingt, dass das Volk den Retter auch wirklich erkennen würde, wenn er dann kam. Es wurde sogar angekündigt, dass dieser Retter für die Schuld von dem Volk sterben würde. Dann war es soweit und der Retter kam als kleines Baby auf die Erde. Er lebte dort 33 Jahre ohne jegliche Schuld, lehrte und tat viele Wunder, bevor er dann am Kreuz von Golgatha starb und drei Tage später wieder auferstand, um die Beziehung, die Gott ursprünglich zu den Menschen haben wollte, wieder herzustellen und ihnen einen ewigen Platz in Gottes Garten zu sichern.

Wenn das kein Grund zur Freude ist, dass der Retter wirklich gekommen war und durch seine Auferstehung sogar den Tod überwunden hatte. Diese Freude durften auch wir dann im OStergottesdienst spüren, bei dem Anspiel, der Predigt, den Liedern und auch dem Vortragsstück der Geigenschüler und -schülerinnen. An dieser Stelle bedanken wir uns sehr herzlich bei allen, die diesen Gottesdienst mitgestaltet und uns jene Geschichte erzählt haben, die das Potenzial hat, die Welt zu verändern.