„Um 180 Grad hat mein Leben sich gewendet, weil Gottes Macht nie endet und weil er Wunder tut.“ Die Rede ist von Paulus, der eigentlich dafür bekannt war, ein extremer Pharisäer zu sein, der Dinge mit Hass und Wut regelte und als ziemlich klug galt. Doch wie kam es zu dieser 180-Grad Wende und was hatte sie für Folgen für Paulus?

Gespannt darauf, zu erfahren, was es mit dieser 180-Gradwende auf sich hatte, saßen die vielen Besucher in der Turnhalle und tauschten die letzten Begrüßungen aus, während die Darstellerinnen und Darsteller des Paulusmusicals der FCS-Dn nochmal schnell hinter die Bühne flitzten, um die letzten Kostüme anzuziehen und ihre Requisiten zu holen.

Plötzlich war ein lautes Poltern zu hören und eine Gruppe von Christen wurde von den Soldaten mit Paulus als Aufseher auf die Bühne gezerrt und ins Gefängnis geworfen. Das Publikum verstummte und das Musical „Paulus – ein krasses Leben, vom Jäger zum Gejagten“ begann. Der große Chor von über 200 Kindern nahm das Publikum mit rein und stellte in dem Lied ‚Mister Logik‘ zunächst einmal vor, wer Paulus eigentlich war. Nach der Verhaftungsszene machte sich Paulus auf den Weg nach Damaskus, als er eine besondere Begegnung mit Gott hatte, der ihn in dieser Begegnung in seinen Dienst rief. Doch er erfuhr ziemlich schnell, dass sich sein Leben dadurch radikal ändern sollte, denn nun war er auf einmal der Gejagte, der von den strengen Juden und Römern verfolgt wurde.

Mit Spannung verfolgte das Publikum nun seine Reisen, die ihn durch einen Großteil des Mittelmeerraumes brachten, bei denen er fast gesteinigt wurde und mehrfach auch selbst im Gefängnis saß. Einmal sang er dort: „Komm! Ich brauch‘ dich Jesus, füll du meine Schwäche aus! Du hast gesagt, dass deine Gnade genügt. Komm, und hol mich, Jesus, aus meinen Depressionen raus, du hast gesagt, dass deine Gnade genügt.“ Währenddessen passierte ein Highlight für Publikum und Schauspieler, es gab ein großes Erdbeben, bei dem die Gefängnistüren aufsprangen und sogar Steine hineinflogen. So konnten alle hautnah erleben, wie Gott Treue belohnt und Freiheit schenken möchte.

Immer wieder konnte sich das Publikum durch die mitreißenden Lieder und die selbstgebauten Kulissen und Kostüme in die verschiedenen Schauplätze und Situationen hineinversetzen und erlebte schließlich mit, wie Paulus mit dem Schiff nach Rom gebracht wurde und dort in Gefangenschaft den Rest seines Lebens verbrachte.

Die Kinder der FCS wurden mit einem großen Applaus für ihre schauspielerische und musikalische Leistung belohnt und wir möchten uns an dieser Stelle ganz ganz herzlich für alle beteilgten Helfer und Helferinnen vor und hinter der Bühne bedanken! Durch diese Hilfe, auch im Vorfeld bei den Proben, der Erstellung der Kulisse und den Kostümen, bei der Technik und beim Flashmob im Stadtcenter Düren war dieses Projekt überhaupt erst möglich.

__fotos by FCS DN, Liedauschnitte by Peter Menger, Paulus – ein krasses Leben